Sellos alemanes

on Domingo, 21 Noviembre 2010.

La practicidad del diseño alemán

Marius Stelzer me ha enviado una serie de sellos diseñados por él mismo de diferentes iglesias e instituciones de la ciudad de Münster. La particularidad, y lo que los hace únicos, es el diseño en sí mismo.
Puramente funcional, sin ningún tipo de elemento decorativo. Tan sólo los datos de referencia del sello: nombre del Camino, lugar y una frase a modo de deseo espiritual. Podrán gustar más o menos, pero originales sí son.
Sellos alemanes

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Im April 2008 wurde ein weiterer „Jakobsweg in Westfalen“ eröffnet, und zwar das Teilstück von Osnabrück über Münster nach Werne und Wuppertal. Von dort geht der Weg weiter nach Köln, Frankreich und Spanien.

Frau Dr. Ulrike Spichal zeichnet im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (Altertumskomission) für die Rekonstruktion der Pilgerwege in Westfalen verantwortlich. Für den münsteraner Ortsteil Hiltrup rekonstruierte sie die Wegstrecke entlang der Hohen Geest (von Norden kommend) Richtung Süden. Die Strecke geht am Klosterwald der Herz-Jesu-Missionare entlang, biegt ab am Roten Berge und führt hier an das Kardinal-von-Galen-Gymnasium und die Hochschule der Polizei entlang. Dieser „Umweg“ ist notwendig, ging doch der historische Weg quer durch den heutigen Klosterwald (heute ist dort der Lehrerparkplatz), dann – vorbei am Dicken Weib – über eine Brücke über den Emmerbach. Heute ist dort die Kanalinsel und die beiden Kanalarme.

Da Hiltrup nach der Innenstadt von Münster der nächste größere Ortsteil ist, gibt es hier seit Ende Mai 2008 auch drei Stellen, an dem man einen Pilgerstempel für den Credencial, den Pilgerausweis der Jakobuspilger erhalten kann. Die Stempelstellen sind die Katholische Kirchengemeinde St. Clemens (Hohe Geest 1a, 48165 Münster-Hiltrup), die Pforte des Missionshauses der Herz-Jesu-Missionare (Am Klosterwald 40, Br. Theo Köning) und das Kardinal-von-Galen-Gymnasium.

Das Design der Stempel ist auf dem ersten Blick zunächst recht ungewöhnlich. Zu Beginn des Stempeldesigns stand zunächst die Frage „Was ist die wesentliche Funktion eines Pilgerstempels?“.

Die Pilgerstempel für den Credencial sind in der Regel recht dekorativ, manchmal leider sogar kitschig gestaltet. In erster Linie dienen sie dem Nachweis über die gelaufene Strecke, indem man sich bestätigen lässt, dass man einen bestimmten Ort auf dem Pilgerweg passiert hat. Der Pilgerstempel dient also zunächst der reinen Information über die Laufstrecke. Spätestens im Pilgerbüro der Kathedrale von Santiago wird überprüft, ob man die letzten 100km zu Fuß tatsächlich gelaufen ist. Und jede Hospitalera hat auf den Etappen in den Dörfen ein Auge darauf, ob der Pilger sich die Schlafstätte wohlverdient hat.

Der dekorative Akzent ist nicht unwichtig, aber vor diesem Hintergrund zweitrangig.

Das Design der vorliegenden Pilgerstempel ist reine Funktion in sich – im Sinne der Information: Es geht um das Siegelthema „Jakobsweg in Westfalen“, dem Hinweis auf den Ortsteil Münster und die Stempelstelle. Darüber hinaus bekommt der Pilger einen spirituellen Wunsch mit auf dem Weg.

Die Darstellung ist streng minimalistisch, fast puristisch. Eine immer wiederkehrende Abfolge der Begriffe, über die informiert wird. Es wird offensichtlich auf Signets oder Chiffren, einschlägige Symbole, Schrifttypen oder Linienführungen verzichtet (Frakturschrift, Muschelabbildungen, heraldische Elemente). Die Leitworte ergeben sich nicht auf dem ersten Blick. Man muss den Stempelabdruck schon länger betrachten, um diie Fragmente zu einem sinnvollen Ganzen zusammenzufügen.

Ferner spielt der Stempelabdruck mit den Erwartungen: Man erwartet zunächst ein klassisches, weil rundes Stempelmotiv mit Pilgermuschel. Der schräg gesetzte Blocksatz (Schrifttyp: futura) enttäuscht, macht aber neugierig auf den Gehalt der Worte. Der kreisrunde Blocksatz der Worte informiert und ist darüber hinaus die eigentliche Grafik, das eigentliche Motiv des Pilgerstempels.

(c) Marius Stelzer  VG BildKunst, Bonn

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