Seit längerer Zeit entsteht eine Bildserie, die mit Mitteln der Enkaustik (Einbrennen von Wachspigmenten) als Mittel der „Abbildung“ – wie antike Ikonen als Abbilder der Menschen – entstehen. Bildmotive sind wissenschaftliche Grafiken von sozialen Milieus, die mit Mitteln der Kunst verfremdet und auf entsprechende Weise „abgebildet“ werden. Ob es eine wissenschaftliche Grafik zur Veranschaulichung eine statistisch messbaren Sachverhaltes ist oder ob es ein Bild ist – das bleibt offen.

Öl und Einkaustik auf Leinwand, 130×80

Als Material findet besonderes Wachs Verwendung: Parrafin und Bienenwachs von kirchlichen Osterkerzen, die in sich in liturgischer Verwendung befanden. Damit ist dieses Material beseelt; zum einen, weil die Kerze an sich Segen und Weihe erfahren hat, zum anderen weil im gottesdienstlichen Zusammenhang Menschen unterschiedlichster Milieus Segen und Weihe erfahren haben.

Das flüssige Wachs wird angereichtert mit Ölfarbe bzw. Pigmenten. Der Farauftrag erstarrt sofort, ist übermalbar, tropft und fließt, ist mit warmer Luft verformbar, kann wieder flüssig gemacht werden, lässt untere Farbschichten zum Vorschein kommen etc.

Öl und Enkaustik auf Leinwand, 60×80 cm

Enkaustik auf Leinwand / Holz 60×80

Einkaustik auf Leinwand, 160×90 (oder so)

alle Bilder (c) VG Bild-Kunst / Marius Stelzer

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